14 SchülerInnen genießen eine knappe Woche, vom 7.2.-13.2., im kalten Finnland. „Ich war in einer echten finnischen Sauna und anschließend Eisbaden!“ – wer kann das schon von sich behaupten?! Wir aus der KS1 können das jetzt. Mehr von unserer knappen Woche im eisigen Finnland erzähle ich euch jetzt.
Wir, das sind 14 glückliche SchülerInnen der KS1 mit unseren Betreuern Herr Palumbo und Frau Stier-Walz, landeten Samstagnachmittags im verschneiten Helsinki und wurden etwas später in Tampere von unseren Gastfamilien erwartet. Bis dahin hatte noch keiner von uns je einen Fuß in so nördliches Gebiet gesetzt – schon gar nicht bei diesen Temperaturen. Doch wir merkten schnell: es war eine gute Entscheidung!
Direkt am ersten Tag hatte ich die wahrscheinlich eisigste Erfahrung meines Lebens. Zusammen mit meinem Austauschpartner fuhren wir zu einem großen, komplett zugefrorenen See. Durch den Schnee stapften wir auf der über 20 Zentimeter tiefen Eisschicht, bohrten schließlich ein Loch ins Eis und setzten uns davor in die Sonne. Eisangeln; ich hatte vorher noch nie davon gehört, aber es war eine großartige Erfahrung. Auch die anderen machten am Familientag ähnliche typisch finnische Erfahrungen.
Für die folgenden Tage standen abwechslungsreiche Aktivitäten auf dem Programm. Eine klassische Stadtführung durch Finnlands drittgrößte Stadt, Museumsbesuch und Schulbesuche. Dabei stellten wir interessante Unterschiede zwischen den Schulsystemen fest. Wir wurden durch modernste Ausstattung und eine große Kantine überrascht, alles kostenlos! Außerdem schien es uns, als ob in einigen uns fremden Fächern und AGs der Schüler als Mensch mehr im Fokus steht. Allerdings merkten wir auch, dass das Level in vielen Fächern deutlich geringer war, als wir das aus unserer Schule gewohnt waren.
Schule kann noch so interessant sein, gemeinsame außerschulische Aktivitäten sind immer lustiger! Wir spielten, oder rutschten eher, bei -15*C einem Fußball auf einem zugefrorenen See hinterher und spielten Eishockey. Wobei wir Deutschen mehr ausgespielt wurden als dass wir groß echte Chancen gehabt hätten. Egal, war trotzdem lustig.
Aber das echte Highlight ließ bis zum letzten Abend auf sich warten. Mitten in der üppig vorhandenen Natur trafen wir uns zuerst zum Spielen im Schnee und dann zum Aufwärmen am Lagerfeuer. Noch eine kurze Stärkung in der Blockhütte, dann zogen wir uns um. Jetzt wurde es ernst. Doch egal was wir uns vorgestellt hatten, es kam anders. Dicht zusammengedrängt saßen wir in der kleinen Holzofensauna. Zuerst drucksten wir noch unsicher umher, nicht sicher ob wir wirklich Eisbaden wollten. Doch nachdem der Anfang gemacht war, rannten wir immer wieder in kleinen Gruppen die ca. 100 Meter durch den Schnee zum See, stiegen in das kleine eisfreie Loch und kühlten uns ab. Und zwar so richtig! Außentemperatur um die -20*C. Mit der Zeit hatten wir dann jedoch Gefallen gefunden am finnischen Saunieren, sodass wir Deutschen insgesamt öfter Eisbaden gingen und es auch in der Sauna länger aushielten.
Für einige viel zu schnell stand dann auch schon unser Abreisetag an. Wir ließen uns kurz von der Schülerzeitung interviewen, aßen ein letztes gemeinsames Mittagessen und dann saßen wir auch schon im Zug nach Helsinki. Wir erlebten einen heftigen Temperaturunterschied von über 30*C, als wir dann abends in Frankfurt landeten und fröhlich nach Hause zurückkehrten.
Eine wirklich tolle Zeit im eisigen Finnland mit warmherzigen Finnen und Finninnen. Wir freuen uns auf euren Besuch in Heidelberg, machts gut und bis dann!
Text und Fotos: Kenji Kalverkamp (KS1)






