Vom 19. bis 26. März 2026 ging es für unsere Austauschgruppe nach Nizza an die französische Riviera. Begleitet wurden wir von Frau Rieß und Frau Hornung. Schon vor der Reise waren alle gespannt, wie die Woche wohl werden würde: Wie ist das Leben in der Gastfamilie? Versteht man genug Französisch? Und natürlich: Wie viel Sonne bekommt man im März in Nizza ab?
Am Donnerstag starteten wir mit dem Flugzeug von Frankfurt aus. Nach ungefähr zwei Stunden Flug kamen wir in Nizza an, wo uns unsere Gastfamilien direkt am Flughafen abholten. Da wir unsere Austauschpartnerinnen und Austauschpartner schon kannten, war die erste Aufregung schnell verflogen. Alle wurden freundlich empfangen, und so begann der Austausch direkt mit einem guten Gefühl.
Am Freitag startete der Tag mit einem gemeinsamen Frühstück in der Schulkantine. Typisch französisch gab es unter anderem Croissants, Pain au chocolat sowie Apfel- und Orangensaft. Danach besichtigten wir die Schule und bereiteten gemeinsam Pan Bagnat zu, eine regionale Spezialität aus Nizza. Dabei handelt es sich um ein herzhaftes Brot mit Zutaten einer Salade Niçoise, also zum Beispiel rohem Gemüse, Ei, Thunfisch oder Sardellen, Olivenöl, Salz und Pfeffer. Das war auf jeden Fall spannender, als einfach nur im Unterricht zu sitzen.
Am Nachmittag erkundeten wir die Altstadt von Nizza und gingen auf den Schlosshügel, den Colline du Château. Von der ehemaligen Burg stehen heute zwar nur noch Ruinen, aber der Ausblick über Nizza und das Meer war beeindruckend. Der Weg nach oben fühlte sich für manche allerdings schon fast wie eine zusätzliche Sportstunde an.
Das Wochenende verbrachten wir mit unseren Gastfamilien. So konnten wir das französische Alltagsleben besser kennenlernen. Am Samstagabend trafen wir uns außerdem alle gemeinsam am Strand. Bei Pizza, Gesprächen und Meeresblick hatten wir eine richtig schöne Zeit – klassische Teenagerzeit eben. Einige Schülerinnen und Schüler gingen dabei im wahrsten Sinne des Wortes baden, obwohl das eigentlich nicht erlaubt war. Und als wäre das nicht schon mutig genug, war das Wasser auch noch arschkalt. Andere haben nur den großen Zeh hineingestreckt – und selbst das hat manchen schon völlig gereicht.
Während der gemeinsamen Zeit am Strand merkten wir auch erneut: Mit etwas Französisch (manchmal auch etwas Englisch), ein bisschen Mut und notfalls Händen und Füßen kommt man überraschend weit.
Am Montag fuhren wir nach Èze, ein kleines Dorf zwischen Nizza und Monaco. Dort besichtigten wir den Ort und besuchten eine Parfümerie. Es war interessant zu sehen, wie Parfüm hergestellt wird. Manche Düfte kamen sehr gut an, andere waren eher „Geschmacksache“.
Am Dienstag ging es dann nach Monaco, dem zweitkleinsten Staat der Erde nach der Vatikanstadt. Wir besuchten das historische Zentrum und das Ozeanographische Museum. Monaco wirkte sehr beeindruckend, besonders durch die luxuriösen Gebäude, die Jachthäfen und natürlich die Rennstrecke für den berühmten Großen Preis von Monaco in der Formel 1.
Am Mittwoch besuchten wir vormittags den Unterricht. Danach gingen wir noch einmal gemeinsam an den Strand. Das war ein schöner Abschluss der Woche, weil wir dort noch einmal Zeit miteinander verbringen konnten. Spätestens da wurde allen klar, dass die Woche viel zu schnell vergangen war.
Am Donnerstag stand schließlich die Rückreise nach Deutschland an. Der Abschied fiel vielen nicht leicht, denn in dieser Woche hatten wir viel erlebt, unsere Austauschpartner besser kennengelernt und neue Freundschaften vertieft.
Insgesamt war der Nizzaaustausch 2026 eine tolle Erfahrung. Wir haben nicht nur viele schöne Orte gesehen, unser Französisch verbessert, sondern auch gelernt, wie spannend es sein kann, in eine andere Kultur einzutauchen. Die Woche in Nizza wird uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben.






