Scambio Padova! Austausch des Italienisch Profils der 10 Klassen nach Padua

26 2 5 Italienaustausch Marianna Bieser, Loredana Canitano (2)

Das Italienisch Profil der 10 Klassen der St. Raphael Gymnasiums nahm an einem Italienisch Austausch mit dem Liceo Curiel in Padua teil.

Am 5.2.26 (Donnerstag) ging es um 6. 45 Uhr an den St. Raphael-Schulen mit Frau Bieser los. Wir trafen uns noch im Dunkeln mit unserem Gepäck und guter Laune am Bus, um alle gemeinsam nach Italien zu fahren. Die Stimmung im Bus was von Anfang an sehr gut, wir waren aufgeregt, gespannt auf unsere Gastfamilien und redeten viel, spielten Spiele und hörten Musik. Gegen 18.30 Uhr kamen wir in Padua im Veneto planmäßig an. Am Liceo Curiel warteten unsere Gastfamilie auf uns und wir fanden uns sehr schnell zusammen, da wir zuvor alle bereits Mailkontakt hatten.

Dann ging es erstmal zu unseren Gastfamilien und wir bezogen unsere Zimmer und sortierten uns. Gleich am ersten Abend trafen sich alle Schüler, die Deutschen und die Italienischen, uns aber gleich wieder in einer Bar und tranken zusammen Cola und lernten uns richtig kennen. Es war sehr interessant sich mit den italienischen Schülern zu unterhalten. Da der Tag aber lang war, gingen wir früh nach Hause.

Am nächsten Tag (Freitag) starteten wir pünktlich um 8.00 im Liceo Curiel. Hier wurden wir erstmal alle begrüßt. Zudem wartete Frau Canitano, die wir alle ja aus ihrer Unterrichtszeit an den St. Raphael-Schulen kannten und die uns mit Frau Bieser die ganze Woche begleitet hat. Anschließend wurden wir in Dreier-Gruppen aufgeteilt und in diesen haben wir den klassischen italienischen Unterricht ansehen. Einige hatten Physik, andere Geschichte. Es war interessant, die Unterschiede der Unterrichtsarten in Italien und Deutschland einmal selbst zu sehen. Später hielt ein Lehrer des Liceo für alle eine Präsentation über die Capella Scrovegni, eine sehr berühmte Hauskapelle einer Villa mit bekannten Fresken von Giotto. Wir konnten zwar schon sehr viel von dem schnellen Italienisch verstehen, aber Frau Canitano wiederholte auch alles Wichtige so, dass jeder alles verstand. Am Nachmittag besichtigten wir die Capella Scrovegni. Die Fresken waren sehr beeindruckend.

Nach der Besichtigung hatten die Austauschschüler eine Besichtigung durch Padua vorbereitet und zeigten uns besondere Denkmäler, Monumente und Piazze. Am Ende des Nachmittags trafen sich alle Schüler wieder, diesmal in einem Café und lernten uns weiter kennen. Nachdem alle in ihren Familien zu Abend gegessen haben, trafen wir uns am Abend wieder in einer Bar.

Am Samstag war anders, als wir es aus Heidelberg kennen, am Vormittag Unterricht. Wir hatten wieder in dreier Gruppen Unterricht nach Stundenplan. Vieles konnte man sehr gut verstehen, auch wenn die italienischen Lehrer mitunter sehr schnell und mit für uns noch unbekannten Vokabeln sprachen. Insgesamt kamen aber alle gut mit. Um 10.00 Uhr fuhren wir alle zusammen zur Villa Pisani, eine venezianische Villa aus dem 18 Jahrhundert im barocken Stil. Sie ist sehr gut erhalten und voll eingerichtet. Sehr beeindruckend. Die Villa ist reich an Geschichte, denn 1807 hat Napoleon hat sie gekauft, aber nur einmal in ihr übernachtet. Später gehörte sie dem Haus Savojen, die die italienischen Könige stellten. 1934 trafen sich Hitler und Mussolini sich in der Villa.

Der Nachmittag stand uns zur individuellen Aktivitäten mit unseren Gastfamilien zur Verfügung. Viele von uns nutzten den Nachmittag zum Entspannen und Erzählen in ihren Familien. Am Abend gingen dann alle Schüler wieder zusammen aus und besichtigten Padua einmal bei Nacht.

Der Sonntag war ebenfalls Gastfamilienzeit. Die italienischen Schüler hatten für uns einen Ausflug nach Verona geplant. Nicht alle fuhren mit, weil sie mit ihren Gastfamilien andere Pläne hatten, aber die meisten waren dabei. Wir fuhren mit dem Zug nach Verona und besichtigten die Stadt. Einige gingen shoppen, andere besichtigten Sehenswürdigkeiten wie die berühmte Arena oder kauften sich schlicht ein Eis. Am Abend aßen wir alle zusammen Pizza.

Am Montag und Dienstag verbrachten wir deutschen Schüler den Tag in Venedig. Montags hatten wir eine Führung im Dogenpalast am Markusplatz sowie die Geheimgänge. Um vom Bahnhof dorthin zu gelangen, fuhren wir mit den Vaporetti über den Canale Grande. Während der Bootsfahrt konnten wir schon tolle Sehenswürdigkeiten, wie die Rialtobrücke, sehen und einen ersten Eindruck von der schönen Stadt erhalten. Besonders beeindruckend war der Dogenpalast mit seinen Gemälden und Verzierungen. Wir erfuhren sehr viel Neues. Am Nachmittag blieb genug Zeit die Stadt auf eigene Faust anzusehen. Zurück ging es an diesem Tag um 18.30 Uhr ab Bahnhof Venezia. Dienstags ging es wegen des Wetters gleich wieder nach Venedig. Hier ging es auf die Inseln. Wir fuhren wieder mit den Vaporetti am Friedhof vorbei nach Murano. Diese Insel ist für die Glasbläserei bekannt. Wir durften einem Glasbläser zusehen, wie er ein gläsernes Pferd herstellte. Mit einem Vaporetto ging es zur nächsten Insel, der Insel Torcello. Diese Insel ist weniger voll. Dort befindet sich eine Kirche mit tollen byzantinischen Mosaiken. Frau Canitano erklärte uns jedes Bild, es war sehr informativ. Die nächste Insel war Burano. Hier konnten wir die traditionellen Stickereien bewundern. Wir konnten uns die Insel wieder alleine ansehen. Einige setzten sich in Cafés, andere kauften Souveniers. Am Nachmittag ging es mit etwas Zeit in Venedig wieder zurück. Am Abend holten uns unsere Gastfamilien ab.

Am Mittwoch nahmen wir am italienischen Unterricht teil. Am Nachmittag unternahmen wir etwas mit unseren Austauschschülern. Am Abend trafen sich aber fast alle wieder im Haus eines Austauschschülers und aßen alle zusammen Pizza. Es war sehr freundlich von dessen Eltern unsere dann doch große Gruppe zusammen zu bewirten. Wir hatten einen sehr lustigen Abend.

Am Donnerstag, unserem letzten Tag, führte uns Frau Canitano noch einmal durch Padua. Wir besichtigten vor allem die Universität Padua, an der Galileo Galilei gelehrt hatte. Wir durften in das Teatro anatomico und den Palazzo della Ragione ansehen. Anschließend gingen wir in das Caffe Pedrocchi, welches berühmt für einen speziellen Kaffee ist, den Pedrocchino. Frau Bieser gab uns großzügigerweise einen solchen Kaffee aus, so dass wir ihn alle probieren konnten. Vielen schmeckte er sehr gut, andere fanden ihn etwas bitter. Am Abend gab es die große Abschlussfeier für uns in der Aula des Liceo Curiel. Alle Gasteltern waren anwesend. Jeder brachte etwas zu essen mit und wir hören Musik. Es war eine schöne, gelungene Abschlussfeier.

Leider mussten wir am Freitag um 7.00 Uhr schon wieder den Rückweg nach Heidelberg antreten. Alle Gastfamilien brachten uns zum Bus und es war ein großes Verabschieden. Wir fuhren wieder mit dem Bus. Die Stimmung war wieder sehr gut. Wir fuhren voller neuer Eindrücke zurück und freuten uns schon auf den Rückbesuch der Italienischen Austauschschüler. Wir planten auf der Fahrt bereits etwaige Aktivitäten, die wir mit den Italienern machen könnten, um Ihnen einen genauso tollen Aufenthalt bieten zu können.

Es war eine wirklich tolle Woche. Die meisten wären gerne länger geblieben.

Wir danken Frau Bieser und Frau Canitano, dass sie uns einen so schönen Austausch ermöglicht haben!

 

Text: Jonathan Hattenhauer (10a)

Fotos: Marianna Bieser, Loredana Canitano