Vom 24. September bis zum 1. Oktober hatten wir die Möglichkeit, an einem Schüleraustausch in Viladecans bei Barcelona in Spanien teilzunehmen. Wir haben uns schon im Voraus auf diese Woche gefreut, weil wir ein anderes Land kennenlernen und neue Erfahrungen sammeln konnten. Das Ziel des Austauschs war es in den Alltag der Schülerinnen und Schüler vor Ort einzutauchen. Außerdem ermöglichte uns der Austausch, neue Kontakte zu knüpfen und unsere Sprachkenntnisse zu verbessern.
Vor der Reise waren wir gespannt auf die vielen neuen Erfahrungen, die wir sammeln würden. Gleichzeitig waren wir auch ein bisschen nervös, weil wir die Gastfamilien noch nicht so gut kannten. Insgesamt freuten wir uns aber auf die kommende Woche in Spanien.
Um 9 Uhr fuhren wir in Heidelberg mit einem Reisebus zum Frankfurter Flughafen. Da wir pünktlich ankamen, hatten wir vor Ort ein wenig Zeit, in die Läden zu schauen oder etwas zu essen. Bei unserer Ankunft am Flughafen in Barcelona fielen uns direkt die Sonne und das schöne Wetter auf.
Von dort aus wurden wir von unserem spanischen Gastlehrer und einem weiteren Bus abgeholt und zum Institut Miramar, unserer Schule, gefahren, wo wir dann unsere Austauschschüler zum ersten Mal persönlich treffen durften.
Während unseres Aufenthalts lebten wir bei unseren Gastfamilien, mit denen wir viel Zeit verbrachten. Am Anfang war es für die meisten von uns sehr ungewohnt, zum ersten Mal bei einer anderen Familie und in einem anderen Land zu sein, das man noch nicht kennt. Nach einiger Zeit gewöhnten wir uns aber daran und hatten eine gute Zeit.
Auch der Alltag in Spanien war für viele von uns anders als in Deutschland. Was uns vor allem auffiel, waren die Gerichte in Spanien, die wir probieren durften. Mein Favorit war die Tortilla, eine Art spanisches Omelett mit Kartoffeln, die mein Gastvater für uns kochte.
Interessant fand ich auch, wie die Menschen dort miteinander umgingen und wie ihr Tagesablauf aussah. Dadurch konnte ich einen besseren Eindruck davon bekommen, wie das Leben in Spanien sein kann.
Am Freitag, also dem ersten Tag der spanischen Austausch-Woche, waren wir in der Schule. Wir nahmen an einem Workshop über interkulturelle Perspektiven teil, der sehr interessant war. Danach hatten wir noch zwei Stunden normalen Unterricht mit unseren Austauschpartnern. Der Unterricht war auch anders als hier in Deutschland. Es gibt keine mündlichen Noten, was den Unterricht aus unserer Perspektive etwas chaotischer macht. Um 14:45 Uhr endete dann die Schule und wir durften nach Hause.
Die Nachmittage und das Wochenende verbrachten wir bei unseren Gastfamilien. Trotzdem unternahmen wir oft viel zusammen. Am Samstag waren wir mit unserer Gruppe abends bowlen, was sehr schön war. Am Sonntag waren wir alle zusammen am Strand und spielten Volleyball.
Am Montag ging es ohne unsere Austauschpartner zu einem Ausflug zur Sagrada Família in Barcelona, in der wir eine interaktive Führung hatten. Anschließend fuhren wir zur Plaza de España, wo wir Zeit hatten, in die Läden zu gehen und etwas zu essen. Den Nachmittag verbrachten wir wieder mit unseren Austauschpartnerinnen und Austauschpartnern.
Ab Montagabend fing es so stark an zu regnen und zu gewittern, dass die Bahnverbindungen teilweise stillgelegt wurden. Aus diesem Grund konnten wir unseren Ausflug nach Sitges am Dienstag leider nicht durchführen. Stattdessen gingen wir also wieder in die Schule und schauten gemeinsam mit unseren Austauschpartnern einen Film und spielten Gesellschaftsspiele wie Werwolf, während es draußen regnete, donnerte und blitzte.
Am Mittwoch waren wir bei unserem Ausflug zum Canal Olímpic de Catalunya in Castelldefels Bogenschießen und Kajak fahren. Das war eine tolle Erfahrung.
Am Donnerstag mussten wir dann leider wieder nach Hause fliegen. Viele von uns wären gerne länger geblieben. Morgens verbrachten wir noch zwei Stunden in der Schule, in denen ich mit meiner Gastschülerin Latein und Geschichte hatte. Danach fuhren wir mit dem Bus zum Flughafen. Der Flug ging schnell vorbei und wir mussten nicht lange auf unsere Koffer warten. Wir wurden wieder mit einem Bus abgeholt, der uns nach Heidelberg fuhr.
Während der gesamten Austausch-Woche haben wir viele neue Erfahrungen gesammelt. Besonders gut gefallen hat mir der Tag in Barcelona am Montag. Die Führung in der Sagrada Família war sehr interessant. Auch der Besuch in der Schule und die gemeinsamen Aktivitäten haben mir gut gefallen.
Abschließend bin ich sehr froh, dass ich an diesem Austausch teilgenommen habe. Die Woche hat mir viele neue Eindrücke vermittelt, und wir freuen uns nun auf die Woche im Dezember, wenn unsere Austauschpartner und Austauschpartnerinnen nach Heidelberg kommen und wir ihnen hier unser Leben in Deutschland zeigen können.
Bericht: Anna Autz (9a)
Fotos: Nicole Hedin, Klara Grieb





