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JtfO-Bundesfinale Rudern in Berlin 2026

26 09 19 Bundesfinale Rudern Fabian Hanpft (5)

Am letzten Freitag vor den Sommerferien fand in Breisach das Landesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ statt. In diesem Jahr gelang es unserer Mannschaft, die Gesamtwertung aller teilnehmenden Schulen für sich zu entscheiden. Unsere Juniorenmannschaft der WK I qualifizierte sich mit zwei hervorragenden Rennen für das Bundesfinale in Berlin. Dort gingen unsere Jungs in allen drei Bootsklassen an den Start: Achter, Doppelvierer und Gig-Doppelvierer.

Auch die Mädchen gewannen beim Landesfinale in Breisach eines ihrer Rennen. Trotz Punktgleichstands verpassten sie die Qualifikation für das Bundesfinale jedoch denkbar knapp. Da sie sich sehr stark präsentiert hatten und die Qualifikation nur knapp verfehlten, entschieden wir uns, sie beim parallel stattfindenden Schüler-Cup in Berlin im Doppelvierer und Gig-Doppelvierer zu melden.

Das Bundesfinale in Berlin fand vom 15. bis 19. September 2026 direkt nach den Sommerferien statt. Um optimal vorbereitet anzureisen, trafen wir uns bereits in den letzten drei Sommerferienwochen regelmäßig zum Training. Am Montag luden wir schließlich gemeinsam die Boote auf den Hänger.

Am Dienstagmorgen machten wir uns auf den Weg nach Berlin. Ein Teil unserer Gruppe reiste mit der Bahn an, während die anderen gemeinsam mit unserem Vereinstrainer René fuhren. Er übernahm den Bootstransport für die übrigen Boote aus Baden-Württemberg.

Am Mittwochmorgen mussten wir auf ein improvisiertes Frühstück von Aldi zurückgreifen, da das Hostel mit dem Ansturm aller Sportlerinnen und Sportler zur gleichen Zeit überfordert war. Anschließend hieß es, die Boote aufzuriggern und eine Trainingseinheit auf der ehemaligen Olympiastrecke in Berlin-Grünau zu absolvieren. Aufgrund des kühlen und regnerischen Wetters hielt sich die Begeisterung an diesem Morgen in Grenzen. Nach dem Training im Achter legten wir deshalb eine längere Pause ein, um uns aufzuwärmen und zu trocknen, bevor wir auch mit dem Doppelvierer aufs Wasser konnten.

Für den Nachmittag hatte die Deutsche Ruderjugend verschiedene Programmpunkte organisiert. Wir entschieden uns, einige Stunden im Deutschen Technikmuseum zu verbringen. Auf dem Rückweg nutzten wir die Gelegenheit für ein paar Fotos vor dem Brandenburger Tor.

Am Donnerstag begannen die Rennen. Je nach Größe des Meldefeldes musste man unter die ersten zwei oder drei Boote kommen, um sich für das A-Finale am Freitag zu qualifizieren. Andernfalls ging es im B- oder C-Finale weiter.

Nachdem sowohl der Jungs-Achter als auch der Gig-Doppelvierer das A-Finale verpasst hatten, wendete sich das Blatt im Rennen des Doppelvierers. In einem starken Rennen sicherten sich unsere Jungs hinter dem Boot aus Hessen souverän den zweiten Platz vor Nordrhein-Westfalen und qualifizierten sich damit für das A-Finale.

Anschließend gelang es auch unseren Mädchen, sich in beiden Bootsklassen für das A-Finale zu qualifizieren. Im Achter erreichten sie am Ende den neunten Platz. Unsere Aufmerksamkeit galt danach dem Doppelvierer. Mit einem guten Rennen belegten unsere Jungs den fünften Platz, nur knapp hinter der Sportschule aus Schwerin. Dass wir uns lediglich den Sportschulen aus Dresden, Potsdam, Frankfurt und Schwerin geschlagen geben mussten, war ein Ergebnis, auf das wir absolut stolz sein können.

Auch unsere Mädchen zeigten in beiden Bootsklassen gute Leistungen. Im Gig-Doppelvierer verpassten sie mit dem vierten Platz eine Medaille nur knapp. Im Doppelvierer belegten sie wie die Jungs den fünften Platz.

Am Freitagabend fand in der Max-Schmeling-Halle eine große Abschlussveranstaltung mit allen Sportlerinnen und Sportlern der beim Bundesfinale vertretenen Sportarten statt. Nach einer kurzen Einstimmung wurden die jeweils drei besten Mannschaften jeder Sportart geehrt. Jeweils ein Mannschaftsmitglied durfte die Bühne betreten und die eigene Schule repräsentieren. Ehemalige Olympioniken überreichten die Preise. Zwischen den Ehrungen sorgten Musiker und Akrobaten für Unterhaltung.

Um viele Erfahrungen reicher und mit dem klaren Ziel, im nächsten Jahr wieder in Berlin dabei zu sein, traten wir am Samstagmorgen die Heimreise nach Heidelberg an.

 

Text: Amanda Arnold (KS2), Paul Roder (10a)
Fotos: Fabian Hanpft